Geschichte

Nach ihrer Hochzeit im Jahr 2001 arbeiteten der Madagasse Zaka und die Schweizerin Rita Raharijaona-Känel vier Jahre lang gemeinsam in einem Straßenkinder-Projekt. Immer wieder erlebten sie, wie die Kinder aus ärmsten Verhältnissen tagsüber von der medizinischen Hilfe, der Schulbildung und den warmen Mahlzeiten profitieren, sich deren zerrüttete Lebenssituation im Gesamten aber nicht wesentlich verbesserte. Oft baten auch die Eltern in ihrer Not für sich persönlich um Hilfe. Zaka und Rita realisierten, dass der Einbezug der Familie von großer Bedeutung ist, um nachhaltige Veränderung in ihrem Leben zu bewirken. Aus diesem Gedanken heraus entstand das Nehemia Projekt, welches seinen Namen von dem aus der Bibel bekannten Wiedererabauer Jerusalems hat. Der Wiederaufbau Madagaskars, angefangen bei jeder einzelnen Familie, begründet das Motto des Werkes: "restoring families".

Über die Jahre sind verschiedenste Arbeitszweige entstanden, die sich unter Berücksichtigung der gemachten Erfahrungen auch stets wieder angepasst und weiter entwickelt haben. In allen Wechseln von Situationen und Mitarbeitern sind wir unserer Vision immer treu geblieben, nämlich Familien zu sehen, in denen jeder einzelne geheilt und verwurzelt in der Liebe Gottes ist.

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Gründung

Rita und Zaka gründen zusammen mit Madagassen aus ihrer Gemeinde IBC im Zentrum von Tana als evangelistischen und sozialen Arbeitszweig den Verein "Nehemia Madagasikara", der sich zum Ziel setzt, Familien ganzheitlich zu unterstützen, zu beraten und wiederherzustellen.

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Nehemia Suisy

"Nehemia Suisy" wird in Bern offiziell gegründet. Ziel dieses Vereins ist, das Nehemia-Projekt in Madagaskar in vielfältiger Weise zu unterstützen: durch Gebet, Materialsammlungen (Container), Administration der Spenden, Fundraising, Marktstände mit Erlös für Nehemia, Homepage...

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Wachsende Arbeit

Mittlerweile arbeitet Nehemia bereits in 4 Regionen in und rund um Tana. Es gibt

-Hauskreise & Kinder Clubs

- Krankenkasse 

- Haushaltsschule 

- Mikrokredite

- Sozialarbeit 

- praktische Hilfe durch Verteilen von Gütern

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Das Zentrum

Nachdem Nehemia bisher verschiedene Räumlichkeiten mieten musste, erhält das Projekt durch eine einmalige Spende ein Grundstück mit einem geräumigen Haupthaus und einem Nebengebäude. Nehemia hat nun offiziell ein Zentrum, arbeitet aber weiterhin in mehreren Regionen.

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Club David

Durch Inputs von Volontärinnen werden die einfachen Kinderclubs nach dem Vorbild der Schweizer Jungscharen umgestaltet und nach dem biblischen König «Club David» genannt.  Nebst einem wöchentlichen, kindsgerechten Freizeitprogramm entwickelt sich das jährliche Camp mit mehreren hundert Kindern zu einem Highlight.

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Eigene Gemeinde

Nehemia wird unabhängig von der IBC Gemeinde, fängt mit eigenen Gottesdiensten an und  übernimmt bald das System der Hausgemeinden. Mitglieder von drei oder mehr Familien treffen sich lokal bei jemandem zu Hause um zu beten, zu singen und die Bibel zu lesen.

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Weitere Bereiche

Die Nehemia Arztpraxis wird offiziell eröffnet. Nebst allgemeinärztlichen Konsultationen liegt der Fokus auf Familienplanung.

Zudem wird eine Ausbildung an Industrie-Nähmaschinen und des Basthäkelns für Erwachsene geschaffen. 

Später gründen Olivia und Patrick Keller eine Sprachschule für Malagasy als Dienst für viele ausländische Missionare.

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Bible Booklets

Familien werden im täglichen Bibellesen und der Anwendung des Gelesenen trainiert. Nach jahrelanger Erfahrung in der Herstellung von Kursen und Literatur zum Kennenlernen der Bibel erstellte Zaka sie als Beigabe zu den ca. 600 Covid- Hilfspaketen. Mittlerweile ist die Anzahl der wöchentlich teilnehmenden Familien auf über 1.800 gestiegen.