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🎯 Das Ziel vor Augen – Was uns ein Bogen über unser Leben mit Gott lehrt

vor 10 Minuten
4 Min. Lesezeit

"Was hat das Bogenschießen mit unserem Leben und unserem Glauben zu tun?" Diese Frage stand am Anfang unserer Mitarbeiterandacht bei Nehemia.

Mit einem Bogen und einigen Pfeilen lässt sich erstaunlich viel über das Leben lernen: über Ziele, Konzentration, Entscheidungen, Fehler – und darüber, dass wir nicht alles selbst in der Hand haben.

Also haben wir es nicht nur theoretisch besprochen, sondern ausprobiert. Ich hatte meinen Bogen dabei und nach einer kurzen Einführung durften auch einige unserer Mitarbeiter selbst auf die Zielscheibe schießen.



Ein Ziel haben

Wenn man einen Pfeil abschießt, braucht man zunächst einmal ein Ziel. Ohne Ziel kann man zwar schießen – aber man weiß nicht, wohin und auch nicht, ob man getroffen hat.

Genauso ist es in unserem Leben. Wir brauchen Ziele und eine Richtung.

Dabei können ganz unterschiedliche Dinge zu unseren persönlichen Zielen gehören: eine Familie gründen, einen guten Arbeitsplatz finden, eine Ausbildung machen, ein Haus bauen, die eigene Familie versorgen oder sich beruflich weiterentwickeln. Insbesondere den Madagassen fällt es kulturell bedingt schwer, ihre Zukunft zu planen und sich Ziele zu setzen. Daher ist dieser Punkt umso spannender für sie.

Aber als Christen stellt sich noch eine andere wichtigere Frage:

Was ist mein geistliches Ziel?

Möchte ich Jesus ähnlicher werden? Möchte ich Gott besser kennenlernen? Möchte ich lernen zu vergeben, geduldig zu sein und anderen zu dienen?

Unsere Ziele im Leben dürfen wichtig sein. Aber über allen anderen Zielen steht ein größeres: Jesus Christus nachzufolgen und unser Leben auf ihn auszurichten.

Fokussieren

Beim Bogenschießen reicht es nicht, eine Zielscheibe aufzustellen. Man muss sich auch auf sie konzentrieren.

Wer beim Spannen des Bogens ständig nach links und rechts schaut, wird Schwierigkeiten haben, den Pfeil genau ins Ziel zu bringen.

Auch unser Leben kennt viele Ablenkungen: Arbeit, Geld, Probleme, Sorgen, unser Handy, soziale Medien und vieles mehr. All diese Dinge können unsere Aufmerksamkeit beanspruchen und unseren Blick von Gott weglenken.

Es geht nicht darum, dass wir alles andere ignorieren. Aber wir brauchen eine klare Ausrichtung: Was ist wirklich wichtig? Wohin soll mein Leben gehen?


Den Pfeil loslassen

Dann kommt beim Bogenschießen der entscheidende Moment: Irgendwann muss man den Pfeil loslassen.

Man kann zielen, sich konzentrieren und alles vorbereiten – aber nachdem der Pfeil losgelassen wurde, hat man sein Ergebnis nicht mehr vollständig in der Hand.

Genau das erleben wir auch im Leben.

Wir können planen, arbeiten, lernen, beten und unser Bestes geben. Aber wir können nicht alles kontrollieren.

In Sprüche 16,9 steht:„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR lenkt seinen Schritt.“

Das bedeutet nicht, dass wir passiv werden sollen. Im Gegenteil: Wir sollen unseren Teil treu tun.

Aber danach dürfen wir lernen, Gott das Ergebnis anzuvertrauen.

Wir tun, was wir tun können – und vertrauen darauf, dass Gott führt.

Was, wenn der Pfeil daneben geht?

Natürlich trifft nicht jeder Pfeil die Mitte. Auch bei unserer Mitarbeiterandacht gingen einige Pfeile daneben :-)

Wir können den Pfeil anschauen und überlegen: Was ist passiert? War meine Haltung falsch? Habe ich nicht richtig gezielt? War ich abgelenkt? Muss ich etwas an meiner Technik verändern?

Und dann kommt der nächste Pfeil.

Auch in unserem Leben werden wir Fehler machen. Wir werden Entscheidungen treffen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Wir werden Ziele nicht erreichen und manchmal hinter unseren eigenen Erwartungen zurückbleiben.

Aber ein Fehlschuss bedeutet nicht, dass alles vorbei ist.

Wir können daraus lernen, etwas verändern und wieder anfangen.

„Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf.“ (Sprüche 24,16)

Das ist ein wichtiger Gedanke – auch für unseren Arbeitsalltag bei Nehemia. Fehler sind nicht das Ende. Entscheidend ist, ob wir bereit sind, daraus zu lernen und weiterzugehen.

Und manchmal machen wir alles richtig – und trotzdem geht es anders

Es gibt allerdings noch eine andere Situation.

Manchmal können wir uns gut vorbereiten, uns konzentrieren und alles richtig machen – und trotzdem trifft der Pfeil nicht genau die Mitte.

Vielleicht kommt Wind auf. Vielleicht passiert etwas, das wir nicht vorhersehen konnten. Vielleicht gibt es Umstände, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.

Auch das gehört zum Leben.

Wir beten. Wir arbeiten. Wir geben unser Bestes. Und trotzdem kommt es manchmal anders, als wir gehofft haben.

Dann brauchen wir nicht noch mehr Kontrolle, sondern Vertrauen.

Unser Wert hängt nicht davon ab, ob jeder „Pfeil“ unseres Lebens genau ins Zentrum trifft.

Wir dürfen unseren Teil tun und gleichzeitig wissen:

Gott hält unser Leben in seiner Hand.



Worauf zielen wir?

Am Ende unserer Andacht blieb deshalb eine einfache Frage:

Worauf zielen wir mit unserem Leben?

Wir brauchen Ziele. Wir müssen uns auf sie konzentrieren. Wir müssen bereit sein, etwas dafür zu tun. Wir müssen irgendwann loslassen und Gott vertrauen. Und wenn etwas nicht gelingt, dürfen wir daraus lernen und den nächsten Pfeil nehmen.

Aber über allem steht ein Ziel, das größer ist als beruflicher Erfolg, Geld, Besitz oder persönliche Wünsche:

Jesus Christus.

Wir können nicht kontrollieren, wo jeder Pfeil unseres Lebens landet.

Aber wir können entscheiden, worauf wir zielen.

Darum wollen wir unser Leben auf Jesus ausrichten, unseren Teil treu tun, aus unseren Fehlern lernen und Gott das Ergebnis anvertrauen.

„Ich jage nach dem Ziel … in Christus Jesus.“ – Philipper 3,14

 
 
 

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